Kiesabbau – Naherholungslandschaft

Landschaft im Wandel. Aus Feldern und Wiesen wurde ein Kiesabbaugebiet mit Kiesgruben,
Zufahrten und abgelagertem Material. Aber auch der Kiesabbau hat durch die gemeinschaftliche Initiative der Gemeinden Handewitt und Wanderup einen Nachfolger als Naherholungsgebiet „Seenland-um-Flensburg“ gefunden. Es wurden die nicht mehr rückgängig zu machenden geografischen Veränderungen für die Menschen und Tiere der Region als Chance
für den Aufbau des Naherholungsgebietes „Seenland-um-Flensburg“ genutzt und die Fläche (1500 Hektar mit 200 Hektar Seenfläche) auf der Basis einer Renaturalisierung wieder nutzbar
gemacht.

Teile der Fläche sind oder werden naturnah gestaltet werden, um die richtige Grundlage für
die Wiederansiedlung von einst heimischer Flora und Fauna zu schaffen. Das Seenland-umFlensburg soll sich zu einer Adresse für die Gleichwertigkeit verschiedener Funktionen entwickeln, die sehr gut nebeneinander existieren können. Dazu gehören neben Freizeitaktivitäten
wie Baden, Schwimmen, Wandern und Radfahren auch die Naturbeobachtung, sowie weiterhin der aktive Kiesabbau.

Die erstellten Wander- und Fahrradwege mit unterschiedlichen Längen von 1,8 km bis 6 km bieten für jeden etwas. Die Wege bieten sowohl eine Anbindungen zum Handewitter Forst
mit den vorhandenen Reitwegen und damit im Weiteren auch zur Erholungslandschaft „Stiftungsland Schäferhaus“ als auch zu den Gebieten der Mittleren und der Oberen Treenelandschaft . Eine Teilroute des westlichen Ochsenweges durchzieht ebenfalls das Wandergebiet und knüpft unmittelbar an den Eichhörnchenweg und den Gänseweg an. Alle Wanderwege
haben eine eigene Farbkennzeichnung, die man auf Hinweisschilder, Pfeilschilder und Infotafeln wiederfindet. Die Infotafeln sind bewusst in einer geeigneten Höhe zum Lesen und Anschauen für Kinder angebracht, dort finden sich auch Die Sympathiefiguren Hawi der Riese und Waru der Wichtel aus den Kinderheften der beiden Sympathiefiguren wieder.
Die außergewöhnlich gute Wasserqualität machte auch die Wiederansiedlung gefährdeter Tierarten in den nährstoffarmen Abbaugewässern möglich. In Zusammenarbeit mit der Universität Kiel wurden in einigen Seen erfolgreich Edelkrebse angesiedelt. Diese heimische Krebsart wurde in den zurückliegenden Jahren durch den naturfernen Gewässerbau und die
Schadstoffbelastung der Gewässer erheblich zurückgedrängt.

Das Naherholungsgebiet „Seenland-um-Flensburg“als Nachfolger des Kiesabbaus Eine der Hauptattraktion ist die neue Badestelle in Wanderup mit einer Breite von 30 Metern und einer Länge von
750 Metern. Das Multifunktionshaus am Wanderuper-Badesee beinhaltet ein Informations- und Servicecenter sowie Toiletten. Außerdem können in einem
Mehrzweckraum Veranstaltungen abgehalten und außerschulische Bildungsangebote ermöglicht werden.